Neues von der Domaine Rietsch
Unser März-Besuch in Mittelbergheim

10.04.2017

Noch liegen die Reben rund um Mittelbergheim weitestgehend im Winterschlaf. Erste zarte Austriebe sind zu sehen. Wir treffen einen relativ entspannten Jean-Pierre Rietsch an, der gleichzeitig voller Tatendrang steckt. Der Gutshof steckt im Umbruch. Größere Umbauarbeiten stehen an. Privat- und Weingutsbereich sollen künftig strikter voneinander getrennt werden. Die Familie steckt mitten in der Planungsphase.
Aber auch in seinen Weingärten vollzieht sich für Jean-Pierre weiterhin ein tiefgreifender Wandel. In der Lage Stein, unterhalb von Mittelbergheim hat er bereits im vergangenen Jahr damit begonnen, die Reben in eine permakulturelle Wirtschaftsweise einzubetten. Gleichzeitig werden die Weinbergsböden zunehmend mit dem Pferdepflug bearbeitet.
Für Jean-Pierre steckt noch enorm viel unausgeschöpftes Potential in seinem Lagenportfolio. An eine Ausweitung der Domaine über die aktuellen 9 ha Gesamtfläche denkt er auch weiterhin nicht. Vor allem vor dem Hintergrund der stetig steigenden Hektarpreise im Elsass kein unvernünftiges Vorgehen.
Neuigkeiten gibt es dafür umso mehr im Rahmen seiner aktuellen Kollektion. So wird in diesem Jahr mit dem Pas à Pas erstmalig ein Savagnin Rosé (im Elsass Klevener de Heiligenstein genannt) aus einer Solera auf den Markt kommen. Der Wein ist zusammengestellt aus den Jahrgängen 2011, 2013 und 2015. Ebenfalls spannend - nicht nur aufgrund seines neuen Etiketts - ist der neue Crémant d'Alsace. Jean-Pierre wird diesen ab dem aktuellen Jahrgang nur noch Extra Brut auf den Markt bringen. Die mit etwas mehr Restzucker ausgestattete Brut-Variante fällt künftig weg.
Insgesamt präsentiert Rietsch eine Kollektion mit geschlossen hohem Niveau. Es erwarten uns charakterstarke Weine mit feinem Schliff, viel Transparanz und hoher Präzision. Wir können es kaum erwarten!