Weinpaket: Maceration

19.05.2020

Die warme Jahreszeit verlangt nach Weinen, die uns auf vielseitige Art und Weise erfrischen und die Fülle an verschiedenen saisonalen Speisen perfekt begleiten. Unser aktuelles Weinpaket beinhaltet ausschließlich Weissweine, die allesamt mit Maischekontakten unterschiedlichster Intensität und Länge vinifiziert wurden. Eine wunderbare Gelegenheit also, um sich tierfergehend mit mazerierten Weissweinen zu befassen und deren hervorragende Eigenschaften als Speisebegleiter zu entdecken!

 

Unser Weinpaket "Maceration" besteht aus jeweils einer Flasche der folgenden Weine:

 

Tenuta Grillo - Il Tuffielo, Sancho Panza, Kampanien 2016:

Die Familie Zampaglione ist seit Generationen im Getreideanbau tätig. Sie stammt ursprünglich aus der Irpinia, einer fruchtbaren Region Kampaniens. Guido Zampaglione beschloss, diese Familientradition nicht fortzusetzen und sich stattdessen ausschließlich auf den Weinbau zu konzentieren. Dafür verschlug es ihn schließlich ins Piemont. Dort baute er sein Weingut namens Tenuta Grillo auf und widmete sich den einheimischen Rebsorten. Zuvor hatte er viel Zeit in der Emilia Romagna bei La Stoppa verbracht. Guilio Armani unterstützte ihn tatkräftig bei der Entwicklung seiner eigenen Stilistik. Mit der Zeit entdeckte Guido auch seine Faszination für die Weine Kampaniens und insbesondere für die Rebsorte Fiano wieder. So kam es, dass er das elterliche Weingut und dessen Weingärten in der Alta Irpinia übernahm. Die 800m hoch gelegenen Weingärten liegen auf Lehm- und Tuffsteinböden. Nach der manuellen Ernte und dem schonenden Pressen der Trauben in einer Korbkelter erfolgt der Ausbau auf der Maische über 2-3 Monate in großen alten Holzfässern (500 – 1000 L). Sancho Panza wird vor der Abfüllung nicht filtriert und nur minimalst geschwefelt (1g auf den hl).

 

Domaine Yannick Pelletier, Le Blanc, Languedoc 2017:

Yannick Pelletier bewirtschaftet rund 10 ha Reben innerhalb der AOC Saint-Chinian seit 2004. Durch die weit verstreute Lage seine Weingärten bearbeitet Yannick unterschiedlichste Bodenstrukturen, wie etwa Schiefer, Lehm, Kalk und Galets Roulées. Er konzentriert sich dabei auf folgende Rebsorten: Syrah, Mourvedre, Grenache, Cinsault und Carignan. Die jüngsten Reben sind 20 und die ältesten 80 Jahre alt. 2008 begann Yannick damit, sein Weingut konsequent auf biologische Landwirtschaft um. Pelletier pflügt seine Weingärten zweimal jährlich. Ansonsten wird jeder Handgriff in seinen Weingärten manuell getätigt. Gedüngt wird ausschließlich mit organischem Kompost. Nach der manuellen Lese werden die Trauben von Hand sortiert und selektiert. Die alkoholische Gärung erfolgt spontan und ausschließlich durch wilde Hefen. "Le Blanc" ist eine Cuvée aus den seltenen autochthonen Rebsorten Terret Blanc und Terret Gris sowie Grenache Blanc. Eine kurzer Maischekontakt von ein paar wenigen Tagen verleiht dem Wein ein feines Tanningerüst. Abgefüllt wird ohne Filtration und mit minimalst zugesetztem SO2.

 

Weingut Christopher Barth, "Handwerk" Sauvignon Blanc, Rheinhessen 2018:

Christopher Barth ist Quereinsteiger. Nach dem überraschenden Tod seines Onkels übernahm er dessen Weinbergslagen. Für Christopher war es ein Sprung ins kalte Wasser. Dennoch wählte er den Weg einer kompromisslosen naturnahen Bewirtschaftung seiner Weingärten, stets auf der Suche nach Transparenz und Qualität. Barths Weingärten sind mittlerweile zertifiziert biologisch bewirtschaftet. Rund um Weinheim, einen Ortsteil von Alzey, ist Christopher stets auf der Suche nach neuen Lagen und Parzellen, die in die elegant-kühle Stilistik seines Portfolios passen. Insbesondere die vulkanischen Terroirs aus dem so genannten Melaphyr haben es ihm angetan. Sie verleihen den dort entstehenden Weinen eine unnachahmliche mineralische Spannung. Im Weinkeller beschreitet Christopher wendet sich Christopher zunehmend dem naturnahen Weinbau zu. Im Rahmen seinder „Handwerk“-Serie verzichtet er auf jegliche Form der Filtration und setzt nur minimalste Mengen an SO2 zu. Das Ergebnis sind gradlinige und druckvolle Weine mit eigenständigem Charakter und einem hohen Maß an Trinkigkeit. Rund 50% des "Handwerk" Sauvignon Blanc wurden unter Maischekontakt vinifiziert.

 

Weingut Bergkloster - Jason Groebe, Cuvée Weiss, Rheinhessen 2018:

Jason Groebe stammt aus einer Winzerfamilie, die im rheinhessischen Westhofen schon seit Generationen das sogenannte „Bergkloster“ betreibt. Da Familienweingut wurde buchstäglich in einen Hang am Rande des Ortes Westhofen hineingegraben. Der Name deutet darauf hin, dass es einst Mönche waren, die den Grundstein für dieses außergewöhnliche Weingut legten. Jason selbst hatte zunächst wenig übrig für den Beruf des Winzers. Als er sich 2013 schließlich entschied, Weinbau an der Hochschule in Geisenheim zu studieren, hatte er bereits eine Weinbaulehre bei Wittmann, einem der renommiertesten Weingüter der Region absolviert. Im Rahmen dieser Lehre näherte sich Jason dem Thema Wein nochmal völlig neu an. Stets darauf bedacht, sich seinen eigenen Zugang zur Weinwelt zu verschaffen, rückte Jason das naturnahe Arbeiten in Weinberg und Keller in das Zentrum seiner Philosophie. Den Grundstein dafür hatte Jasons Vater bereits 2006 gelegt. Damals erhielt das Familienweingut seine BIO-Zertifizierung, was zu diesem Zeitpunkt keineswegs eine Selbstverständlichkeit für einen kleinen rheinhessischen Betrieb war. Die Groebes bewirtschaften insgesamt knapp 9 ha Rebflächen rund um Westhofen. In ihrem Portfolio befinden sich einige der besten Lagen der Region, darunter Aulerde, Morstein, Kirchspiel und Steingrube. Für Jason war es nach seiner Rückkehr ins elterliche Weingut ein Anliegen, den Charakter dieser Lagen in seinen Weinen frei sprechen zu lassen. Die naturnahe Bearbeitung der Weinberge und das nahezu interventionsfreie Arbeiten im Weinkeller waren folglich sein Mittel der Wahl. Mit dem Jahrgang 2017 übernahm Jason erstmals die alleinige Verantwortung für die gesamte Weinproduktion. Bereits im Jahr 2014 hatte er angefangen, im Rahmen seiner eigenen Weinlinie seinen Stil zu entwickeln. Dieser ist gradlinig, straff, auf Frische und Feinkernigkeit bedacht. „Der Wein muss laufen“ betont Jason – angesprochen auf seine Stilistik – gerne und häufig. Mit dem Jahrgang 2018 erfolgte der vollständige Verzicht auf Filtration und das Zusetzen von SO2. 

 

Domaine Rietsch, Demoiselle, Elsass 2018:

Die Domaine Rietsch ist bereits seit dem 17. Jahrhundert ein Familienunternehmen. Heute führen die Geschwister Jean-Pierre und Anneliese gemeinsam das Weingut im elsässischen Mittelbergheim. Bereits 2008 wurden die Weingärten der Domaine Bio-zertifiziert. 2006 wagte Jean-Pierre die ersten Schritte in Richtung Vin Naturel. Heute entstehen auf den rund 12 ha der Familie überwiegend naturbelassene Weine. Die Trauben werden mit Hilfe einer pneumatischen Presse, bei niedrigem Druck über mehrer Stunden gepresst. Der so gewonnen Traubensaft wird mit den natürlichen Hefen und ohne den Einsatz jeglicher önologischer Hilfsmittel vergoren. Es ist die Suche nach dem puren Ausdruck der Trauben und ihres Terroirs. "Demoiselle" ist ein maischevergorener Gewürztraminer. Über insgesamt 9 Tage verbleibt der Most in vollem Schalenkontakt. Spontangärung und Ausbau finden dabei rein im Edelstahltank statt. Die Abfüllung erfolgt ohne Filtration und ohne zugesetzten Schwefel.

 

Domaine Le Clot de l'Origine, L'Original, Roussillon 2018:

Marc Barriot stammt aus dem Süden Frankreichs, allerdings liegen seine Wurzeln in der Provence, genauer gesagt in dem malerischen Côte d’Azur Städtchen Bandol. Auf der Suche nach Frische und Finesse im Wein, ohne jedoch das milde Klima Südfrankreichs verlassen zu müssen, stieß er auf das Roussillon. Inspiriert von der Kreativität der Winzer rund um Maury und Calce (Domaine Gauby, Domaine L’Horizon, Matassa, etc.) beschloss er Reben in den nach Norden ausgerichteten Weinbergen von Maury zu kaufen. 2003 gründete er dann sein eigenes Weingut. Von Beginn an kultivierte er seine Reben in enger Übereinkunft mit der Natur, rührte selbst Tees und Pflanzenauszüge getreu der Lehre Steiners an und brachte diese in seinen Weinbergen aus. Der schlussendliche Verzicht auf Schwefel und Kupfer war dabei sein oberstes Ziel! Barriot arbeitet mit viel Akribie und Engagement in seinen Weinbergen. Mit maximal 15 hl/ha sind seine Erträge extrem niedrig. Im Keller hingegen reduziert er seinen Einfluss auf ein Minimum, gibt seinen Weinen Zeit sich zu entfalten und sich auf natürliche Weise zu entwickeln. Barriot ist dabei stets auf der Suche nach den natürlichen und unverfälschten Aromen seiner Reben und Terroirs. Der L’Original ist so etwas wie ein „halber Orangewine“. Bevor der Most spontan und in vollem Kontakt mit den Beerenhäuten vergoren wird, erfolgt eine mehrwöchige Mazeration. Nach Abschluss der alkoholischen Gärung wird der Wein über 8 Monate auf der Feinhefe ausgebaut. Er wird ohne Filtration, Schönung oder Zusatz von SO2 per Hand abgefüllt.

 

Ein Paket "Maceration" umfasst jeweils eine Flasche (0,75L) der sechs oben genannten Weine. Der Paketpreis beträgt 110€ (inkl. 19% MwSt.). Die Lieferung erfolgt deutschlandweit frei Haus. 

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