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Eckelsheim liegt am südwestlichen Zipfel Rheinhessens, unweit der Anbauregion Nahe. Das bekannteste Terroir des Ortes ist der Heerkreetz, ein für hiesige Verhältnisse steil abfallender Hang mit nahezu perfekter Südausrichtung. Natürlich ist dieser Weinberg Objekt der Begierde vieler ortsansässiger Winzer. Spiegelt er doch die Kraft und Mineralität der Böden rund um Eckelsheim wieder. Die Hänge in dem welligen Gelände am Rande des größten deutschen Weinanbaugebiets wurden einst von einem Urmeer herangetragen. Das macht die Sedimentschichten hier so vielseitig. Der eigentliche Schatz jedoch ist der Sockel darunter. Ein vulkanisches Gestein namens Porphyr. Dieses wird an einigen Stellen bereits nach wenigen Zentimetern Bodenauflage sichtbar.

Andi Mann ist in besonderem Maße bemüht, den Ausdruck dieser geologischen Besonderheiten in seine Weine überfließen zu lassen. Dabei geht er mit dem nötigen Weitblick vor. Gezielt sucht Andi vor allem nach kühleren Lagen. Fündig geworden ist er bereits in Neu-Bamberg, einem der Nachbarorte von Eckelsheim. Am Rande eines Porphyr-Steinbruchs befinden sich einige seiner besten Weinbergslagen. Auf der Suche nach den idealen Terroirs wird Andi von dem ein oder anderen älteren ortansässigen Winzer unterstützt.

Andi hat klare Vorstellungen und Ziele, die er mittels eines möglichst naturnahen Weinbaus konsequent umsetzen möchte. Dabei geht er einerseits mit der nötigen Zielstrebigkeit vor, andererseits jedoch auch angemessen behutsam und bedacht. So widmet er sich in erster Linie der intensiven Bearbeitung seiner Weingärten und deren Böden. Dort unterwegs fällt einem unmittelbar die enorme Dichte und Vielfalt an Leben ins Auge, das durch die idealen Rückzugsräume für Tiere und Insekten sowie die natürliche Begründung an den Randzonen der Parzellen angelockt wird.

Damit diese natürliche Begrünung nicht außer Kontrolle gerät und zur Bekämpfung der  Erosion von Bodennährstoffen setzt Mann unter anderem auf Schafe.

Die Verarbeitung der Moste erfolgt behutsam und möglichst naturnah. So kommen im Rahmen der Fermentation ausschließlich natürliche Hefen zum Einsatz. Auf  die Filtration seiner Weine verzichtet Andi Mann nach Möglichkeit weitgehend. Gleiches gilt für den Zusatz von SO2.

Mineralität gepaart mit kühler Frische sind stilprägende Elemente der Mann’schen Weine. Lediglich der Grauburgunder des Hauses wird stets mit einer mehr oder weniger ausgeprägten Maischestandzeit erzeugt. Riesling, Silvaner, Weißburgunder und Co. werden in gebrauchten Holzfässern verschiedener Größe ausgebaut. Gleiches gilt für die Rotweine des Hauses. Lediglich die Cuvée Weiß, eine Cuvée aus vorwiegend Bouqetrebsorten, wird in Edelstahltanks ausgebaut.