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Dennis Wolf ist trotz seines noch jungen Alters bereits viel herumgekommen. Bevor er beschloss das elterliche Weingut im Pfälzischen Großkarlbach zu übernehmen, verschlug es ihn 2012 zunächst in Roussillon zur Domaine de L’Horizon. Fasziniert von seinen Eindrücken aus Südfrankreich, begann er nach seiner Rückkehr nach Deutschland Weinbau und Önologie in Geisenheim zu studieren. Es folgten Praktika bei der Domaine Ostertag im Elsass, bei Ludwig Bindernagel im Jura sowie bei Didier Degueneau an der Loire. Dort lernte Dennis das Weinmachen in höchster Präzision und unter der richtigen, zurückhaltenden Verwendung der zur Verfügung stehenden technischen Mittel.

2016 folgte dann schließlich ein zwei-jähriger Aufenthalt bei Jean-Louis Chaves an der nördlichen Rhône. Hier, bei einem der besten Winzer Frankreichs, erhielt er Antworten auf die meisten seiner Fragen zum Umgang mit dem jeweiligen Terroir, einer naturnahen Vinifikation und der Zusammenstellung charakterstarker Weine mit höchster Transparenz. 2018 kehrte er schließlich in die Pfalz zurück, wo er ein Jahr lang an der Seite seines Vaters arbeitete.

Sofort schwang das Familienweingut auf den Pfad des ökologischen Wirtschaftens im Weingarten ein. Neben dem Verzicht auf Herbizide, Fungizide, Pestizide und synthetische Dünger führte Dennis auch die Verwendung einiger biodynamischer Mittel und Praktiken ein. Seit 2019 ist er nun alleine verantwortlich für das Weingut und geht seinen Weg konsequent weiter. In den Weingärten herrscht strikte Handarbeit. Neben einer intensiven Begrünung der Böden lässt Dennis auch die Rückkehr der natürlichen Biodiversität in seinen Lagen zu.

 Die Trauben werden immer relativ spät gelesen. Nach der manuellen Ernte wird jede einzelne Parzelle separat vinifiziert. Nach einer langen, schonenden Pressung werden die Weine spontan vergoren und über 18 bis 24 Monate in gebrauchten Holzfässern ausgebaut. Die Abfüllung erfolgt stets ohne Filtration und unter Zugabe einer minimalen Menge an SO2.