Origine

Domaine Le Clot de l'Origine

Marc Barriot stammt aus Bandol in der Provence. Sein persönliches Weinabenteuer begann, als er aus Interesse einen Weinlehrgang im Beaujolais besuchte. Anschließend begab er sich auf eine große Reise durch die Welt des Weins. Nach Aufenthalten in Australien und in den USA landete Marc schließlich erstmals im Roussillon. Die Gegend begeisterte ihn sofort. Insbesondere die Weingärten rund um Maury ließen ihn fortan nicht mehr los.

Hier war es auch, dass Marc den vin naturel für sich entdeckte. Er wollte Weine produzieren, die von den Terroirs erzählen, in denen sie entstehen. Im Weinberg sollten dabei die natürlichen Begebenheiten respektiert und der Lauf der Natur geachtet werden. Um diesen Traum zu verwirklichen kehrte Barriot zunächst ins heimatliche Bandol zurück. Als Kellermeister bei Château Vielprat erzeugte er dort in den folgenden drei Jahren naturbelassene Rotweine. Und zwar als Autodidakt! 

Dann zog es ihn wieder nach Maury. Sein Ziel war es, gemeinsam mit seiner Frau Caroline die Domaine le Clot de l’Origine zu gründen. Nachdem er die Chance bekommen hatte, dort ein Gutshaus zu übernehmen begab er sich auf die Such nach den perfekten Weingärten. Dabei fokussierte er sich auf Weinberge mit Nordausrichtung und altem Rebbestand, ideal um Weine mit natürlicher Konzentration und kühler Frische zu erzeugen. In mühsamer Kleinstarbeit stellte Marc sich in der Folge ein Portfolio an 17 passenden Lagen auf insgesamt 10 ha Rebfläche zusammen. Diese verteilen sich auf die Kommunen Calce, Maury, Latour de France, Montner und Estagel. Sie weisen die unterschiedlichsten Bodenformationen auf. So bewirtschaftet er Terroirs auf Gneiss, Kalkstein und Schiefer. Die Böden im Roussillon sind größtenteils vulkanischen Ursprungs. Sie sind relativ hart, karg und kompakt.

Trotzdem hat sich Barriot früh dafür entschieden, alle Schritte im Weingarten manuell durchzuführen. Abgesehen von einem kleinen Traktor kommen Maschinen nicht zum Einsatz. Regelmäßig schichtet er auf schonende Weise mit dem Pferdepflug die Weinbergsböden um. Von Beginn an kultivierte Marc die Weingärten biologisch. 2009 erfolgte dann die offizielle Zertifizierung. Für den Pflanzenschutz kommen überwiegend biodynamische Präparate zum Einsatz. Ziel ist es, die natürlichen Abwehrkräfte der Reben zu steigern und sie beständiger gegen Hitze und Trockenheit zu machen. Gleichzeitig reduziert Marc dadurch den Einsatz von Schwefel und Kupfer in den Weingärten Jahr für Jahr deutlich. 

Barriot versucht seine Trauben immer so früh wie möglich zu ernten, um Finesse und Frische in seinen Weinen zu bewahren. So wird auf der Domaine in der Regel Ende September mit der manuellen Lese der Trauben begonnen. In mehreren Lesedurchgängen ernten die erfahrenen Helfer immer nur die perfekt reifen Trauben. Der Carignan wird stets als letztes gelesen. Die über 50 Jahre alten Reben durchlaufen, dank der nördlichen Ausrichtung der Weingärten, einen langen und gleichmäßigen Reifezyklus.

Nach dem Transport auf das Weingut werden die Trauben entrappt und schonend gepresst. Anschließend werden die Moste für die drei Rotweincuvées des Hauses gemeinsam spontan vergoren. Sie reifen anschließend teilweise in Edelstahltanks und teilweise in gebrauchten Holzfässern verschiedener Größe. Hier durchlaufen sie auch den biologischen Säureabbau. Der Ausbau dauert in der Regel – je nach Cuvée – 6 bis 12 Monate. Da Marc gänzlich auf jegliche Form der Filtration verzichtet, wird jede Flasche einzeln und manuell abgefüllt. Nur auf diese Weise kann er sicher gehen, dass jede Flasche die perfekte Menge an Feinhefepartikeln enthält. Diese spielen für Barriot eine entscheidende Rolle für die weitere aromatische Entwicklung der Weine. Bei der Füllung erhalten die Weine eine kleine Menge an SO2 (zwischen 10 und 15 mg/L). Dies soll sie vor den Strapazen des Transportes schützen.

 

Marc produziert eine Reihe spannender Rot- und Weißweine. Hier eine kleine Übersicht: 

Le Trouble Fait – ein reinrebsortiger Muscat á Petits Grains (Gelber Muskateller). Die Trauben für diesen Wein stammen aus einer Parzelle bei Estagel. Hier herrschen Schiefer- und mit Lehm durchsetzte Kalksteinböden vor. Nach Abschluss der Spontangärung wird dieser Wein über 8 Monate in einem Edelstahltank auf der Feinhefe ausgebaut. Die Abfüllung erfolgt von Hand. Auf Schönung oder Filtration wird gänzlich verzichtet.

L’Original – dieser Wein besteht zu 100% aus Macabeu aus verschiedenen Parzellen rund um Latour du France und Montner. Auch hier weisen die Bodenformationen überwiegend Schiefer und Lehm-Kalk auf. Die Spontangärung der Trauben erfolgt teilweise mit Maischekontakt. Nach Abschluss der Gärung wird auch dieser Wein über 8 Monate auf der Feinhefe ausgebaut. In diesem Fall kommen gebrauchte Holzfässer zum Einsatz. Die Abfüllung erfolgt ebenfalls von Hand. Auf Schönung oder Filtration wird gänzlich verzichtet.

Les Quilles Libres Blanc – der weiße Spitzenwein der Domaine. Hierbei handelt es sich um eine Cuvée aus 95% Grenache Gris und 5% Grenache Blanc. Die Trauben stammen aus Weinbergen bei Calce und Maury mit extrem niedrigen durchschnittlichen Hektarerträgen von unter 15 hl/ha. Diese werden bereits seit 2004 biodynamisch bewirtschaftet. Nach einer langsamen Spontangärung des Mostes in gebrauchten barriques verbleibt dieser Wein dort auf der Feinhefe über weitere 12 Monate. Die Abfüllung erfolgt ebenfalls von Hand. Auf Schönung oder Filtration wird gänzlich verzichtet.

Le Clot de Origine – ebenfalls ein reiner Macabeu. Sein Most wird spontan und in vollem Kontakt mit den Beerenhäuten in hölzernen Gärbottichen über 90 Tage vergoren. Nach Abschluss der alkoholischen Gärung wird der Wein über 8 Monate auf der Vollhefe ausgebaut. Er wird ohne Filtration und Schönung per Hand abgefüllt.

Soif de Plaisir – Cuvée aus Carignan, Syrah und Grenache. Die Trauben stammen von teilweise über 70 Jahre alten Reben, die in den Terroirs bei Montner, Estagel und Latour du France in braunen Schieferböden und Gneiss wurzeln. Auch diese Weingärten werden von Barriot bereits seit 2004 biodynamisch bewirtschaftet. Nach dem schonenden Pressen wird der Most über 15 Tage spontan in offenen Gärbottichen fermentiert. Marc stößt dabei einmal täglich die Maische per Hand unter. Nach Abschluss der Gärung reift der Wein über 12 Monate auf der Feinhefe in gebrauchten Fuderfässern. Keine Filtration oder Schönung.

Les Quilles Libres Rouge – 60% Grenache Noir, 30% Syrah und 10% Carignan. Eine Cuvée aus zwei verschiedenen Parzellen mit besonders alten Reben auf Schwarzschiefer- und Lehm-Kalk-Böden. Nach der schonenden Pressung wird dieser Wein über zwei Wochen spontan in großen Holzbottichen vergoren. Anschließend wird er dann über 12 Monate in gebrauchten barriques ausgebaut. Keine Filtration oder Schönung.